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Der Elch – ein echter Schwede

Bull Elk

Nicht ohne Grund wird der Elch von vielen als Wahrzeichen und das Nationaltier Schwedens angesehen. Mit einem zwinkernden Auge lassen sich einige Gemeinsamkeiten zu Mensch und Tier erkennen. So ist auch er ein sanftmütiger und friedfertiger Zeitgenosse, intelligent und anpassungsfähig und doch als Einzelgänger bekannt.

Die Schweden haben eine lange und tiefe Verbindung zu Ihrem „König der Wälder“. So diente er früher als Quelle für Nahrung, lieferte Material für Kleidung oder Werkzeuge und sicherte somit ein Überleben der Menschen in der durchaus harten Witterung.

Die mystische Erscheinung des Tieres lieferte Stoff für Lieder und Erzählungen und ist noch heute oft in Kunstwerken der Menschen wiederzufinden.

Lebensraum

In der Abgeschiedenheit der weiten Wälder und Sumpflandschaften Schwedens findet der Elch ideale Bedienungen zum Überleben. Mit ungefähr 300.000 Artgenossen, ist der größte Vertreter der Paarhufer, der Hirsch. Diese Gattung liefert somit den größten Elchbestand Europas. Derzeit gilt das Nationaltier von Schweden als nicht vom Aussterben bedroht!

Auch wenn Schweden deutlich umweltbewusster im Gegensatz zu anderen Ländern Europas ist, wird durch Urbanisierung und den stetigen Ausbau der Verkehrsanbindungen der Lebensraum immer weiter eingeschränkt. So passiert es immer häufiger, dass die Tiere Ähnlichkeit zwischen den Verhaltensweisen von Menschen und Elch, wie der Zuneigung zum Alkohol aufzeigen. Auf Social Media Kanälen tragen Video-Clips von Elchen dann zur Belustigung bei, wenn sie rottende Früchte verzehren und so ähnlich wie Menschen, betrunken die Straße entlang laufen. Diese Auswüchse müssen dann von den lokalen Polizeikräften deeskaliert werden.

Die Jagd

Dies war nicht immer der Fall, dass die Population der Waldbewohner sich einer großen Zahl erfreute. Die Elch-Jagd hat in Schweden eine lange und reiche Tradition und galt bis zur Einführung der Schusswaffen als gefährlicher als die Bären-Jagd. König Oscar II brachte 1885 die Jagd nach Elchen in Mode und sorgte somit für eine Gefährdung des Fortbestehens der Tiere. Eine spätere Regulierung der Behörden für das Nationaltier Schweden sorgte für eine langsame Erholung des Elchbestandes.

Aufgrund der nicht mehr ausreichend vorhandenen oder gar gänzlich fehlenden natürlichen Feinde Luchs, Bär oder Wolf, existiert heute eine organisierte Jagd. Diese wird von den Behörden kontrolliert und sorgt für einen regulierten Elchbestand. Bis zu 100.000 Tiere werden jedes Jahr zum Abschluss freigegeben. Was auf den ersten Blick sehr brutal klingen mag, so dient es jedoch der Sicherung des Fortbestands der Tiere. In jedem Herbst werden daher von der Regierung kontrollierte Jagden veranstaltet, die auch viele ausländische Besucher, Sportschützen und Jägeranziehen.

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