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Die Anfänge der großen Wikingerzüge lassen sich um das Jahr 800 nach Christus datieren. Es handelte sich dabei um Fahrten sowohl zu Kriegs-, als auch zu Handelszwecken. Man unterscheidet zwischen Zügen, die vom heutigen Dänemark und Norwegen ausgingen und sich in der Folge gen Westen orientierten und jenen, die in Mittelschweden begannen und in Richtung Osten zogen.

Hauptsächlich auf Flüssen unterwegs erreichten die Wikinger bedeutende Metropolen wie Konstantinopel und in der Folge auch das Kaspische Meer. Obwohl meist Raub im Vordergrund stand, lässt sich aus diversen Quellen auch reges politisches Mitmischen herauslesen. Beispiele liegen etwa in der Vermutung, sie wären maßgeblich an der Errichtung des Großfürstentums in Nowgorod und Kiew beteiligt gewesen.

Für das „Mutterland“ selbst bedeuteten die kriegerischen Wikingerzüge enormen wirtschaftlichen Aufschwung, was sich an der raschen Ausbreitung von Handelstädten bemerkbar machte. Nicht nur mit Luxusgütern, wie Seide oder Silber wurde gehandelt, auch Sklaven zählten zur begehrten Ware in den Häfen.

Im 10. Jahrhundert gelang es dem deutschen Missionar Ansgar nach jahrelangen Versuchen, auch in Schweden den christlichen Glauben zu verbreiten. Es dauerte jedoch noch einige Zeit, bis sich der Großteil der Bevölkerung vom heidnischen Glauben abwandte. Dennoch bedeutete die Christianisierung Schwedens einen entscheidenden Schritt auf dem Weg zur Etablierung späterer skandinavischer Reiche.

Im 11. Jahrhundert nämlich bestand das Königreich nur aus einem Verband unabhängiger Landschaften, welche in ihrer Gesetzgebung autonom waren und lediglich durch die Person des Königs miteinander verbunden waren. Dieser besaß aufgrund der komplizierten Lage dementsprechend wenig Macht.

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