Ein Besuch ist sowohl in Auschwitz I als auch Auschwitz II-Birkenau möglich, um sich ein genaues Bild von dem Ort zu machen, der zum Symbol des Holocaust geworden ist.
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Anfänglich wollten wir uns tiefer über die Geschichte des Holocaust bei einer Führung durch die KZ-Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau informieren. Da wir jedoch erst zwei Stunden vor Betriebsende angekommen sind, mussten wir auf diese verzichten. Es gab genügend Aushänge, Bilder und Videos zu betrachten, sodass auch dies vollkommen in Ordnung für uns gewesen ist. Und ehrlich gesagt, war auch dies schon zuviel.

Parkplatz

Bei der Ankunft im Auschwitz-Museum wurden wir bereits am Parkplatz freundlich begrüßt und zu einem kostenlosen Parkplatz eingewiesen. Es waren zwar Schilder mit Preisangaben zu finden, aber entweder wegen geringeren Betrieb, bedingt durch Corona oder aber aufgrund der späten Uhrzeit fragte niemand weiter nach. Einen Preisnachlass beim Ticketkauf für Schwerbehinderte haben wir ebenso erhalten. Also nachfragen lohnt sich.

Das Gelände

Ein Besuch ist sowohl in Auschwitz I als auch Auschwitz II-Birkenau möglich, um sich ein genaues Bild von dem Ort zu machen, der zum Symbol des Holocaust und der Verbrechen der Nazis gegen Polen, Roma und andere Gruppen geworden ist. Das historisch bedeutsame Gelände gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Zu besichtigen waren unter anderem die erhaltenen Häftlingsbaracken, Gaskammern und Krematorien sowie die Überreste der Eisenbahnrampe in Birkenau, wo die Häftlinge ankamen.

Unser Rundgang

Da wir an dem Tag schon viele Abenteuer erlebt haben, gingen wir mit bester Laune hinein. Sehr schnell wurden wir jedoch ruhig und traurig.

Ehrlich gesagt wollte ich diesen schrecklichen Ort nie im Leben sehen und wenn mein Sohn (11) sich nicht so stark für Politik und Geschichte interessieren würde, hätte ich es möglicherweise nie getan.

Zwar begegneten uns Familien mit weitaus jüngeren Kindern, jedoch ist ein Kind mit 11 Jahren weitaus mehr in der Lage, die Ausmaße des Holocaust zu begreifen.

Die einzelnen Gebäude sind kleine Museen für sich. Bei den Bildern kamen mir die Tränen und plötzlich erwischte ich mich dabei, dass ich mich dafür geschämt habe an diesem Ort zu sein. Denn die Grenze zwischen pädagogisch sinnvoller Aufklärung und einer kommerziellen zur Schau Stellung sind fließend. Ich war hin und her gerissen, denn die abscheulichen Taten waren sehr einseitig dargestellt und haben mit dem Deutschland von heute überhaupt nichts zu tun. Immerhin haben wir auf einer zur Schau gestellten Postkarte einen Hinweis auf sowjetische Lager gefunden. Über die Taten bzw. das Verhalten der Besetzungen in Deutschland und die daraus entstandene Hungersnot in Deutschland der Nachkriegszeit haben wir nichts gefunden.

In einem der kleinen Museen sah man in die verängstigten Gesichter von älteren Insassen, in einem anderen in die Gesichter mittleren Alters und wiederum dem nächsten in die der Kinder. Die Augen sprachen Bände und wem da noch nicht die Tränen gekommen sind, dann spätestens beim Anblick ausgehungerter Kinder mit entstellten Geschlechtsteilen. Wir haben nicht alles angeschaut und haben abgebrochen.

Ganz gleich welchen geschichtsträchtigen Ort ich im Leben besucht habe und ganz gleich was an diesem Ort geschehen war, so eine Darstellung habe ich nirgendwo gesehen.

Fazit

Tourismus, Aufklärung oder was auch immer, meiner Meinung nach sollte dieser Ort abgerissen oder zumindest zensiert dargestellt werden.

Von den wenigen Fotos die ich gemacht habe, gefällt mir das mit dem Exit Schild am besten. Nicht nur, weil ich froh war diesen Ort wieder zu verlassen, sondern weil ich es auch als kleines Sinnbild bezeichnen würde.

Wir haben in unserer Gesellschaft heutzutage so viele Möglichkeiten, die uns geboten werden, also sollten wir dieses Geschenk der Freiheit auch sinnvoll nutzen und wann immer es geht, den Exit wählen. Weg von jeglicher Form von Extremismus und uns offen und helfend gegenüber anderen Menschen und Kulturen zeigen. Gerade Unterschiede machen das Leben spannend und interessant.

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